Unvergleichliche Sarah Sophie

Sarah Sophie Koch„Alle Not kommt vom Vergleichen“, meinte Søren Kierkegaard, und als Rechtsanwalt, der einen Eid auf die Gebührenordnung geschworen hat, wird man dem Philosophen hierin zustimmen. Dagegen kommt alle Not der Kläger und Beklagten oftmals gerade daher, dass sie sich nicht vergleichen, sondern ihre Sache immer weiter treiben. Das Fernsehsternchen Sarah Sophie Koch, einst angetreten als pädagogisch promovierte Zauberfee für allerlei Notlagen und zwischenzeitlich selbst in Nöten wegen eines entzogenen Doktorgrades, hat nun einen Vergleich mit der Universität Düsseldorf geschlossen. Weiterlesen

Nach Gauck: Die Präsidentenpromotion

Bundespräsident Joachim Gauck wird für eine weitere Amtszeit angeblich nicht mehr zur Verfügung stehen. Jetzt stellt sich die nationale Schicksalsfrage nach der Nachfolge. Der Kreis der ernsthaft in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten ist überschaubar, auf eine nähere Vorstellung von Dr. Norbert Lammert, Dr. Ursula von der Leyen, Dr. Annette Schavan und Dr. Frank-Walter Steinmeier kann verzichtet werden. Daher hier rasch: Weiterlesen

Maßvolles Vordenken als Gebot der akademischen Stunde

Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. mult. Hein-Schmöke Pufogel, stellv. Vors. der wissenschaftlichen Sauberkeitsstandarten-Allianz (SAUSTALL)

Mit Erleichterung und dankbarer Genugtuung darf die Wissenschaftsgemeinde zur Kenntnis nehmen, dass es noch Männer gibt, die dem Treiben der namenlosen Spötter und Jäger im Inter-Netz den Boden zu entziehen und den Ehrenschild der universitas litterarum von allen Flecken zu säubern gesonnen sind. Wir dürfen hoffen, dass manche Laschheit und Bedenklichkeit in dem Kampf, der in diesem unserem geistigen Vaterlande geführt wird, nun der Vergangenheit angehört. Zu dieser Hoffnung berechtigen uns mancherlei Zeichen, insonders aber die Worte des neuen Ombutzmannes der deutschen Wissenschaft. Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 5: Arbeitsversion

mandygrafikDr. Andreas Schubert, der zweifelhaft promovierte Caritas-Chef an der Leine, ist ab sofort glänzend rehabilitiert: Die Zweifel sind ausgeräumt, die Promotion ist es dagegen nicht, wie die Caritas Hannover erklärt. Die Vorwürfe haben sich nicht bestätigt. Vielmehr hat die Comenius-Universität in Bratislava bestätigt,

dass die Dissertation und das Dissertationsverfahren mit allen 2009 zur Verfügung stehenden persönlichen und elektronischen Mitteln überprüft worden sind. [1]

So sagt es die Caritas, der es Dr. Schubert gesagt hat. Der Einsatz aller persönlichen und elektronischen Mittel, Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 4: Intermezzo auf Koh Sonstwo

Simone G. in ThailandDiese Geschichte verwickelt und verwirrt sich nur immer weiter. Sie scheint keinem Ende zuzustreben. All diese Namen, all diese Einzelheiten. Wir brauchen dringend eine Pause.

Etwas Thailand wäre jetzt nicht schlecht! Lassen wir uns also ein wenig die Sonne auf die Plauze scheinen, auf Koh Samui oder so. Von Bratislava wollen wir jetzt eine Weile lang nichts mehr hören und nichts lesen. Im Hintergrund rauschen die Meereswogen, es geht ein sachter Wind durch die Palmen, es ist warm und das Getränk ist kühl, und unsere Gedanken schweifen frei umher. Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 3: Sturm und Drang in Bratislava

Peter Linnert (hinten)Und so schreitet man zur Gründung einer Aktiengesellschaft, die auf den Namen „Unicenter International“ hört und am 19. März 2009 zu Bratislava ins Handelsregister eingetragen wird. Als Vorstandsmitglieder werden der frühere slowakische Ministerpräsident, Jozef Moravčík, und der frühere slowakische Botschafter in Österreich, Jozef Klimko, notiert. Wer Großes plant, sollte mit Großen planen. Neben diesen Großen fungiert als drittes Vorstandsmitglied ein leitender Beamter der Abteilung für internationale Kooperation in der Bezirksregierung der Autonomen Region Trnava. Denn auch auf regionaler Ebene hat Unicenter International große Pläne. Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 2: Allgemeines Guatemala

Als Mittvierziger hatte der Hamburger Unternehmensberater und Finanzjongleur Dr. Peter Linnert bereits zahlreiche wissenschaftliche Werke publiziert. Sie trugen Titel wie „Clausewitz für Manager. Strategie und Taktik der Unternehmensführung“, und es störte ihre hoffnungsvollen Leser nicht, wenn darin wenig wirklicher Clausewitz enthalten war und sich die Unternehmensführung vorwiegend auf die Ebene der Betriebsleitung beschränkte.

Man schrieb das Jahr 1976, und Dr. Linnert residierte im Weißen HausWeiterlesen