Archiv des Autors: Simone G.

Adenauer-Stiftung: Kein roter Teppich für Schavan

Annette Schavan vor der Konrad-Adenauer-StiftungEs sollte ein Selbstläufer werden, eingefädelt in bewährter Manier: „Unter Berufung auf Parteikreise“ war vor einem Monat in den Medien berichtet worden, dass Annette Schavan im kommenden Frühjahr die Leitung der Konrad-Adenauer-Stiftung übernehmen solle. Das Angebot sei ihr „aus Reihen der CDU“ gemacht worden. Es war Dieter Wonka, der diese frohe Botschaft verbreiten durfte, RND-Chefkorrespondent und zu diesem Zeitpunkt zufällig gerade in Rom in der Residenz der frohen Botschafterin aufhältig. Nachdem die Nachricht erst einmal in der Welt war, würde in Reihen der CDU wohl kaum etwas anderes übrig bleiben, als die erstrebte Stiftungsleitung auch zur Tatsache werden zu lassen. Weiterlesen

Advertisements

Hütchenspiele, Teil 6: Besonderer Einsatz

Am Morgen des 8. Dezember 1991 verließ Siegfried Rudzick, ein harmloser und friedfertiger Mensch, das Männerwohnheim an der Frankfurter Kiesstraße noch vor dem Frühstück. Auf der Bockenheimer Landstraße kam ihm ein junger Mann entgegen. Der junge Mann nestelte an seinem Hosenbund, holte eine Schusswaffe hervor, schoss. Schoss ein zweites Mal. Dann suchte er sich ein Taxi und ließ sich zum Flughafen fahren. In der Diskothek „Dorian Gray“ war noch was los. Weiterlesen

Was nach Rom kommt

aschavanUnd was kommt nach Rom? 2017 sind die drei Jahre um, die Botschafter üblicherweise hier bleiben. Und dann? Eine neue Aufgabe für die gefallene Ministerin? Schavan wird tatsächlich rot. „Die Bundestagswahl ist das entscheidende Datum“, murmelt sie, kichert und sagt dann schnell: „Jetzt müssen wir aber wirklich Schluss machen.“
Tagesspiegel, 25.10.2016

Hütchenspiele, Teil 5: Arbeitsversion

mandygrafikDr. Andreas Schubert, der zweifelhaft promovierte Caritas-Chef an der Leine, ist ab sofort glänzend rehabilitiert: Die Zweifel sind ausgeräumt, die Promotion ist es dagegen nicht, wie die Caritas Hannover erklärt. Die Vorwürfe haben sich nicht bestätigt. Vielmehr hat die Comenius-Universität in Bratislava bestätigt,

dass die Dissertation und das Dissertationsverfahren mit allen 2009 zur Verfügung stehenden persönlichen und elektronischen Mitteln überprüft worden sind. [1]

So sagt es die Caritas, der es Dr. Schubert gesagt hat. Der Einsatz aller persönlichen und elektronischen Mittel, Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 4: Intermezzo auf Koh Sonstwo

Simone G. in ThailandDiese Geschichte verwickelt und verwirrt sich nur immer weiter. Sie scheint keinem Ende zuzustreben. All diese Namen, all diese Einzelheiten. Wir brauchen dringend eine Pause.

Etwas Thailand wäre jetzt nicht schlecht! Lassen wir uns also ein wenig die Sonne auf die Plauze scheinen, auf Koh Samui oder so. Von Bratislava wollen wir jetzt eine Weile lang nichts mehr hören und nichts lesen. Im Hintergrund rauschen die Meereswogen, es geht ein sachter Wind durch die Palmen, es ist warm und das Getränk ist kühl, und unsere Gedanken schweifen frei umher. Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 3: Sturm und Drang in Bratislava

Peter Linnert (hinten)Und so schreitet man zur Gründung einer Aktiengesellschaft, die auf den Namen „Unicenter International“ hört und am 19. März 2009 zu Bratislava ins Handelsregister eingetragen wird. Als Vorstandsmitglieder werden der frühere slowakische Ministerpräsident, Jozef Moravčík, und der frühere slowakische Botschafter in Österreich, Jozef Klimko, notiert. Wer Großes plant, sollte mit Großen planen. Neben diesen Großen fungiert als drittes Vorstandsmitglied ein leitender Beamter der Abteilung für internationale Kooperation in der Bezirksregierung der Autonomen Region Trnava. Denn auch auf regionaler Ebene hat Unicenter International große Pläne. Weiterlesen

Hütchenspiele, Teil 2: Allgemeines Guatemala

Als Mittvierziger hatte der Hamburger Unternehmensberater und Finanzjongleur Dr. Peter Linnert bereits zahlreiche wissenschaftliche Werke publiziert. Sie trugen Titel wie „Clausewitz für Manager. Strategie und Taktik der Unternehmensführung“, und es störte ihre hoffnungsvollen Leser nicht, wenn darin wenig wirklicher Clausewitz enthalten war und sich die Unternehmensführung vorwiegend auf die Ebene der Betriebsleitung beschränkte.

Man schrieb das Jahr 1976, und Dr. Linnert residierte im Weißen HausWeiterlesen