Schlagwort-Archive: Vroniplag

Hütchenspiele, Teil 5: Arbeitsversion

mandygrafikDr. Andreas Schubert, der zweifelhaft promovierte Caritas-Chef an der Leine, ist ab sofort glänzend rehabilitiert: Die Zweifel sind ausgeräumt, die Promotion ist es dagegen nicht, wie die Caritas Hannover erklärt. Die Vorwürfe haben sich nicht bestätigt. Vielmehr hat die Comenius-Universität in Bratislava bestätigt,

dass die Dissertation und das Dissertationsverfahren mit allen 2009 zur Verfügung stehenden persönlichen und elektronischen Mitteln überprüft worden sind. [1]

So sagt es die Caritas, der es Dr. Schubert gesagt hat. Der Einsatz aller persönlichen und elektronischen Mittel, Weiterlesen

Promoviert sein und bleiben: Seife und Cultur

„Die Seife ist ein Maaßstab für den Wohlstand und die Cultur der Staaten“, wusste bereits 1844 Justus von Liebig. Und sie ist ein Maaßstab nicht nur für Wohlstand und Cultur der Staaten, wie wir ergänzen wollen. In Gießen, wo man eine Universität nach Liebig benannt hat und überhaupt sehr auf Wohlstand und Cultur hält, erfreut sich Seife folglich ganz besonderer akademischer Wertschätzung. So wurde kurz nach dem Düsseldorfer Reinfall der Annette Schavan unser jetziger Außenminister Frank-Walter Steinmeier durch die Justus-Liebig-Universität von jeglichem Plagiatsverdacht reingewaschen. Seitenweise hatte er in seiner 1991 vorgelegten Dissertation Weiterlesen

Schöne neue Altweltaffen: Das Große Lausen von Münster

Der Javaneraffe gehört zur Familie der Makaken, also zur Verwandtschaft jener Meerkatzen, die einst Till Eulenspiegel seinem biederen Bäckermeister massenweise in den Backofen schob. Keine Eulenspiegelei war dagegen, was Macaca fascicularis nun an der medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster widerfuhr. Im Dienst an der Wissenschaft wurde ihm dort tief ins Affenauge geblickt. Es galt, die Ganglienzellen der Netzhaut zu untersuchen. Die Resultate dieser Untersuchung wurden Weiterlesen

Praktisch durchgängig, oder: Fenster auf für Steinmeier

Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat im Fall Frank-Walter Steinmeier (SPD) ein bemerkenswertes Verfahren zu einem bemerkenswerten Ende gebracht. Das Verfahren soll „doppelsträngig“ gewesen sein, womit man in Gießen glauben machen möchte, dass es mit der willkürlichen Vermischung von Kompetenzen und Instanzen, von Recht und Gesetz und selbstgemachten oder bei der DFG e.V. abgeschriebenen Hausregeln irgendwie seine Ordnung habe. Zu solcher Verquicksandung ist hier nichts wesentlich Anderes zu sagen als im Fall Marc Jan Eumann – nur wird Weiterlesen