Archiv des Autors: RA Bongartz

Unvergleichliche Sarah Sophie

Sarah Sophie Koch„Alle Not kommt vom Vergleichen“, meinte Søren Kierkegaard, und als Rechtsanwalt, der einen Eid auf die Gebührenordnung geschworen hat, wird man dem Philosophen hierin zustimmen. Dagegen kommt alle Not der Kläger und Beklagten oftmals gerade daher, dass sie sich nicht vergleichen, sondern ihre Sache immer weiter treiben. Das Fernsehsternchen Sarah Sophie Koch, einst angetreten als pädagogisch promovierte Zauberfee für allerlei Notlagen und zwischenzeitlich selbst in Nöten wegen eines entzogenen Doktorgrades, hat nun einen Vergleich mit der Universität Düsseldorf geschlossen. Weiterlesen

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Eine Hochschule schützt die Artenvielfalt

Die Medizinische Hochschule Hannover erkennt Ursula von der Leyen den Doktorgrad nicht ab. Sie stellt in der Dissertation der Verteidigungsministerin zwar Fehler fest, und zwar „Fehler in der Form von Plagiaten“, wie MHH-Präsident Christopher Baum erklärte. [1] Doch handelt es sich nur um Fehler, nicht um Fehlverhalten.

Entscheidend war für die Entscheidung, dass all dies der damaligen Doktorandin ganz ohne Absicht unterlief. Sie wollte gar nicht täuschen. Ombudsman Thomas Werfel Weiterlesen

Wichtig ist im Labor: Die Moritat vom Textplagiat und seiner medizinischen Anwendung

Ursula von der Leyen im LaborErneut ist eine Ministerin unter Plagiatsverdacht und in Bedrängnis geraten, und wieder ist der frühere DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker hilfreich zur Stelle. Schon in der hitzigen Diskussion um die Doktorarbeit der Pädagogin, Philosophin und Theologin Annette Schavan hatte er erklärt, „was Plagiate wirklich sind“: Um „echte Plagiate“ handelte es sich, wenn „ein großer Teil des Textes abgeschrieben wurde.“ [1] Mit Ursula von der Leyen hat es diesmal eine Medizinerin getroffen, weshalb sich der Biochemiker Winnacker zu diesem Fall konkreter äußern kann:

Wichtig sei, dass der experimentelle Teil ihrer Arbeit richtig sei, so Winnacker. Er verwies auch darauf, dass es insbesondere in den Naturwissenschaften üblich sei, Textpassagen zu übernehmen, wenn der Sachverhalt auf anderem Wege nicht besser oder exakter ausgedrückt werden könne. [2]

Wer dem Plagiatsvorwurf entgehen will, Weiterlesen

Kurzmitteilung

Es ist gekommen, wie es kommen musste: Die TU Dortmund ist mit ihrem juristisch fragwürdigen Verfahren zum Entzug des Doktorgrades im Fall Marc Jan Eumann gescheitert. Der NRW-Medienstaatssekretär darf sich weiterhin Dr. Eumann nennen. [1] In seiner heutigen Sitzung hat … Weiterlesen

Marc Jan Eumann wird wohl Doktor bleiben – Blamage für TU Dortmund war absehbar

Selbstverschuldete Blamage für das Rektorat der TU Dortmund: Im Fall Marc Jan Eumann wird der zuständige Fakultätsrat sicherem Vernehmen nach in seiner nächsten Sitzung eine Entscheidung treffen – und aller Voraussicht nach entscheiden, dass der NRW-Medienstaatssekretär seinen Doktorgrad behält. Entsprechende Informationen hatten sich bereits in den letzten Wochen verdichtet Weiterlesen

Fall Eumann: Betriebsstörung an der TU Dortmund

Das Verfahren, das die TU Dortmund seit Beginn des Jahres 2013 gegen den NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) führt, nimmt einen krisenhaften Verlauf. Es geht in diesem Fall um die Frage, inwieweit die 2010 eingereichte Doktorarbeit von seiner zwanzig Jahre älteren Magisterarbeit abhängig ist und ob Eumann selbst auf diese Magisterarbeit ordnungsgemäß hingewiesen hat. Doch es geht auch darum, wie so ein Verfahren zu führen ist. An der TU Dortmund ist um diese Frage heftiger Streit entbrannt. Das Rektorat kann offenbar nicht mehr darauf rechnen, dass sich die zuständige Fakultät seinen Vorgaben fügt.

Die TU hat ihr Verfahren nach den Vorstellungen und Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz Weiterlesen

Praktisch durchgängig, oder: Fenster auf für Steinmeier

Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat im Fall Frank-Walter Steinmeier (SPD) ein bemerkenswertes Verfahren zu einem bemerkenswerten Ende gebracht. Das Verfahren soll „doppelsträngig“ gewesen sein, womit man in Gießen glauben machen möchte, dass es mit der willkürlichen Vermischung von Kompetenzen und Instanzen, von Recht und Gesetz und selbstgemachten oder bei der DFG e.V. abgeschriebenen Hausregeln irgendwie seine Ordnung habe. Zu solcher Verquicksandung ist hier nichts wesentlich Anderes zu sagen als im Fall Marc Jan Eumann – nur wird Weiterlesen