Schlagwort-Archive: Ursula von der Leyen

Eine Hochschule schützt die Artenvielfalt

Die Medizinische Hochschule Hannover erkennt Ursula von der Leyen den Doktorgrad nicht ab. Sie stellt in der Dissertation der Verteidigungsministerin zwar Fehler fest, und zwar „Fehler in der Form von Plagiaten“, wie MHH-Präsident Christopher Baum erklärte. [1] Doch handelt es sich nur um Fehler, nicht um Fehlverhalten.

Entscheidend war für die Entscheidung, dass all dies der damaligen Doktorandin ganz ohne Absicht unterlief. Sie wollte gar nicht täuschen. Ombudsman Thomas Werfel Weiterlesen

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Die Entschärfung von Hannover

ZEITUrsula von der Leyen ist gegenwärtig Bundesministerin der Verteidigung, weshalb Medienberichte und Kommentare zu ihrer Plagiatsaffäre mit Anspielungen auf Militärisches zu garnieren sind. Eine Zeitbombe ticke in Hannover, schreibt Thomas Kerstan in der ZEIT vom 19. Februar 2016. In solchem Fall duldet die großräumige Absperrung und Entschärfung keinerlei Aufschub. Kerstan will uns denn auch sogleich erklären, „warum die Wissenschaft Politiker nicht zum Rücktritt zwingen darf“. [1] Weiterlesen

Durchbruch in Stanford

Stanford University über CV Ursula von der LeyenGestern noch sollte Ursula von der Leyen ihren Lebenslauf durch irreführende Angaben über ihre Zeit in Stanford (1992-1996) geschönt haben, indem sie aus diesen Jahren eine Zeit an der Stanford University machte. „Auditing guest“ an der dortigen Graduate School of Business sei sie 1993 gewesen, heißt es im Lebenslauf, und für 1995 ist ein „Aufenthalt an der Stanford Health Services Administration“ vermerkt. [1] Die WELT am SONNTAG fragte nach und erfuhr von einer Sprecherin der Universität, dass Ursula von der Leyen dort niemals in einem offiziellen Programm eingeschrieben war und es auch ansonsten keine Unterlagen über sie gab. Weiterlesen

Wichtig ist im Labor: Die Moritat vom Textplagiat und seiner medizinischen Anwendung

Ursula von der Leyen im LaborErneut ist eine Ministerin unter Plagiatsverdacht und in Bedrängnis geraten, und wieder ist der frühere DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker hilfreich zur Stelle. Schon in der hitzigen Diskussion um die Doktorarbeit der Pädagogin, Philosophin und Theologin Annette Schavan hatte er erklärt, „was Plagiate wirklich sind“: Um „echte Plagiate“ handelte es sich, wenn „ein großer Teil des Textes abgeschrieben wurde.“ [1] Mit Ursula von der Leyen hat es diesmal eine Medizinerin getroffen, weshalb sich der Biochemiker Winnacker zu diesem Fall konkreter äußern kann:

Wichtig sei, dass der experimentelle Teil ihrer Arbeit richtig sei, so Winnacker. Er verwies auch darauf, dass es insbesondere in den Naturwissenschaften üblich sei, Textpassagen zu übernehmen, wenn der Sachverhalt auf anderem Wege nicht besser oder exakter ausgedrückt werden könne. [2]

Wer dem Plagiatsvorwurf entgehen will, Weiterlesen

Von der Leyen: Promotion mit Sysndrom

Ursula von der LeyenUrsula von der Leyen, 1991 an der Medizinischen Hochschule Hannover promoviert, hat damals eine schlampige Doktorarbeit abgeliefert. Schon das Titelblatt zeigt, dass es die nicht mehr ganz junge Promovendin nicht so genau nahm mit der Sorgfalt: Vom C-reaktiven Protein als Indikator des „Amnioninfektionssysndroms“ soll die Arbeit demnach handeln. Solche Fehler an derart auffälliger Stelle sind Indikator eines bekannten Sysndroms medizinischer Doktorarbeiten: Diese Hochschulschriften Weiterlesen