Schlagwort-Archive: Philipp Theisohn

Bericht von einer Akademie, Teil 2: Info für Entwicklungshelfer

Fast drei Jahre nach ihrer Einrichtung hat die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Zitat und Paraphrase“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften plangemäß einen Sammelband mit Ergebnissen ihrer Forschungen vorgelegt. Man muss den Ertrag dieses Bandes über “Zitat, Paraphrase, Plagiat. Wissenschaft zwischen guter Praxis und Fehlverhalten” nicht unbedingt am Problemaufriss und Arbeitsprogramm des IAG-Antrags messen, um gehörig ins Grübeln zu kommen. Weiterlesen

Bericht von einer Akademie, Teil 1: Ausgangspunkte

Es ist vollbracht: Die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Zitat und Paraphrase“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hat die Früchte ihrer akademischen Bemühungen in einem Band versammelt, gedruckt und ans Licht der wissenschaftlichen Welt gegeben, auf dass diese Welt besser werde. „Zitat, Paraphrase, Plagiat. Wissenschaft zwischen guter Praxis und Fehlverhalten“ heißt das Werk, und herausgegeben wurde es von Christiane Lahusen und Christoph Markschies. Denn aus alphabetischen Gründen steht auf dem Titelblatt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lahusen an erster Stelle. Das Alphabet kann manchmal sehr rücksichtslos sein. Weiterlesen

Grundlagen der Plagiatsphrasenforschung, Teil 3: Dynamischer Verschiedenheitswandel

Akademievorlesung mit Annette SchavanHeute ist Akademievorlesung in Berlin, und in Brandenburg auch, und da müssen Sie hin. Das sind Sie sich schuldig, und das sind Sie der Wissenschaft schuldig. Denn mit der heutigen Vorlesung eröffnet die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften eine dreiteilige Vortragsreihe, die das groß angelegte Forschungsprojekt „Zitat und Paraphrase“ einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt.

Endlich werden wir also der Forschungsergebnisse teilhaftig, die überhaupt erst eine Bewertung Weiterlesen

#schavangate komplett: Das vollständige Dossier – Der Bericht der Uni Düsseldorf zum Download

27Unsere #schavangate-Reihe ist nun abgeschlossen. Auf einige Aspekte, die sich aus dem Dossier ergeben, werden wir demnächst noch einmal näher eingehen.

Dieser Beitrag bietet:
1.) alle #schavangate-Texte im Zusammenhang, denn so liest sich das doch noch mal etwas besser,
2.) den Zugang zum vollständigen „Abschlussbericht“ des Dekans an den Senat der Universität Düsseldorf mit allen Anlagen Weiterlesen

Richtig zitieren mit Fritz und Nikolaus

cuÜber das Großprojekt „Zitat und Paraphrase“ haben wir bereits mehrfach berichtet. [1, 2] Zweieinhalb Jahre lang werden 25 Gelehrte an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften all den Fragen nachgehen, die im Zuge des Skandals um die Doktorarbeit der ehemaligen Wissenschaftsministerin Schavan aufgetaucht sind. Heute können wir unsere Berichte über dieses Forschungsprojekt ein wenig ergänzen. Und da hier der große Nikolaus von Kues mächtig ins Spiel kommt, der ja auch in der Wissenschaftsgeschichte als heiligmäßig gilt, müssen wir uns nicht wundern, wenn hieraus nun ein Wunderbericht wird.

Am 22. Februar 2013 kündete der Kölner Stadt-Anzeiger erstmals von den bevorstehenden wissenschaftlichen Weiterlesen

Klopfzeichen aus Düsseldorf: Hintergründiges zum Fall Schavan

Der Düsseldorfer Dekan Bruno Bleckmann und sein Prodekan Stefan Rohrbacher, der Verfasser des Schavan-Gutachtens, haben sich zu ihrem prominenten Fall bislang öffentlich nicht geäußert. Nach den Sitzungen des Fakultätsrats vom 22. Januar und vom 5. Februar 2013 las Bleckmann nur eine vorbereitete Erklärung vor, [1, 2] „extrem nüchtern und ohne Emotion“. [3] Fragen waren nicht zugelassen. Der heftig angefeindete Gutachter rührte sich auch dann nicht, als man ihm wechselnd Unfähigkeit oder politische Interessen oder beides unterstellte. Die am Verfahren Beteiligten seien „bis zur Bedrohung reichenden, sehr privaten Nachstellungen und unflätigsten Beschimpfungen ausgesetzt“ gewesen, hieß es in einem Uni-internen Weiterlesen

Grundlagen der Plagiatsphrasenforschung, Teil 2: Das Plagiatsfabulat im Wissenschaftsrat

Nicht nur wegen der Person der Ministerin, sondern mehr noch wegen der beispiellosen Mobilmachung ihrer Hilfstruppen in Politik und Wissenschaft erscheint die Causa Schavan als der größte Skandal in der deutschen Wissenschaftsgeschichte der Nachkriegszeit. Die kampagnenhaften Versuche der Beeinflussung, denen das Verfahren der Düsseldorfer Fakultät von Anfang an ausgesetzt war, wurden in der Öffentlichkeit allerdings selten thematisiert.

Dann wurde jedoch überzogen. Weiterlesen

Grundlagen der Plagiatsphrasenforschung, Teil 1: Die richtigen Umgangsformen

Nachdem der Rat der Philosophischen Fakultät in Düsseldorf am 22. Januar 2013 beschlossen hatte, ein Verfahren zur Aberkennung ihres Doktorgrades einzuleiten, erklärte die Ministerin, der Wissenschaft auch diesen großen Dienst noch erweisen zu wollen: An ihrer eigenen Person, im eigenen Fall und im eigenen Verfahren wollte Annette Schavan höchst notwendige Grundlagenforschung betreiben lassen. Denn die Ministerin hatte feststellen können, dass sich die Debatte „inzwischen“ vom haltlosen Vorwurf der Täuschung ab- und Grundsätzlichem zugewandt habe. Da hatte es nun schon Weiterlesen