Schlagwort-Archive: Ludger Honnefelder

Bericht von einer Akademie, Teil 1: Ausgangspunkte

Es ist vollbracht: Die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Zitat und Paraphrase“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hat die Früchte ihrer akademischen Bemühungen in einem Band versammelt, gedruckt und ans Licht der wissenschaftlichen Welt gegeben, auf dass diese Welt besser werde. „Zitat, Paraphrase, Plagiat. Wissenschaft zwischen guter Praxis und Fehlverhalten“ heißt das Werk, und herausgegeben wurde es von Christiane Lahusen und Christoph Markschies. Denn aus alphabetischen Gründen steht auf dem Titelblatt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lahusen an erster Stelle. Das Alphabet kann manchmal sehr rücksichtslos sein. Weiterlesen

#schavangate komplett: Das vollständige Dossier – Der Bericht der Uni Düsseldorf zum Download

27Unsere #schavangate-Reihe ist nun abgeschlossen. Auf einige Aspekte, die sich aus dem Dossier ergeben, werden wir demnächst noch einmal näher eingehen.

Dieser Beitrag bietet:
1.) alle #schavangate-Texte im Zusammenhang, denn so liest sich das doch noch mal etwas besser,
2.) den Zugang zum vollständigen „Abschlussbericht“ des Dekans an den Senat der Universität Düsseldorf mit allen Anlagen Weiterlesen

Ganz üble Klatsche: Schavan-Urteil im vollen Wortlaut veröffentlicht

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 20. März 2014 mit dem Aktenzeichen 15 K 2271/13 ist jetzt in seinem vollen Wortlaut veröffentlicht worden. Es geht weit über das hinaus, was bislang in den Medien berichtet wurde: Weiterlesen

Das Prinzip Honnefelder

In wenigen Tagen wird vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage der gewesenen Wissenschaftsministerin Schavan gegen den Entzug ihres Doktorgrades durch die Universität Düsseldorf behandelt werden. Da erscheint ein wenig Kaffeesatzleserei durchaus angebracht. Weiterlesen

Kulturkampf, oder: Vom Rücken her erschossen

Annette Schavan hat wieder einen vollen Terminkalender in diesem goldenen Oktober, und auch Joachim Frank ist in diesen Tagen mit Wichtigem beschäftigt. Am 14. Oktober ist der Chefkorrespondent der DuMont-Mediengruppe natürlich dabei in Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, beim Albertus-Gespräch über „Bildung durch Wissenschaft? Die Universität“, das Annette Schavan, Ludger Honnefelder, Andreas Speer und Peter Strohschneider führen. Er sitzt vorne im Publikum und schreibt eifrig mit, weil er darüber dann im Kölner Stadt-Anzeiger berichten wird. Es ist sehr gut, auch für ihn persönlich ist es Weiterlesen

Kalendarische Frühlingsgefühle

Geraume Zeit war er kränklich, der öffentliche Terminkalender der einstigen Bundesministerin Annette Schavan. Zeigte kaum eine Regung, so oft wir auch nach ihm sahen. Wir waren schon ernsthaft besorgt. Doch seit einigen Tagen, gottlob! ist er wieder ganz der Alte. Oder doch so gut wie. Jedenfalls deutlich auf dem Wege der Besserung, bekommt zusehends wieder Farbe, fast könnte man schon sagen: Er blüht wieder auf. Auch ist er wieder richtig bei Stimme, schon draußen vom Flur her hört man ihn laut und vernehmlich und merkt auch gleich: Weiterlesen

Richtig zitieren mit Fritz und Nikolaus

cuÜber das Großprojekt „Zitat und Paraphrase“ haben wir bereits mehrfach berichtet. [1, 2] Zweieinhalb Jahre lang werden 25 Gelehrte an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften all den Fragen nachgehen, die im Zuge des Skandals um die Doktorarbeit der ehemaligen Wissenschaftsministerin Schavan aufgetaucht sind. Heute können wir unsere Berichte über dieses Forschungsprojekt ein wenig ergänzen. Und da hier der große Nikolaus von Kues mächtig ins Spiel kommt, der ja auch in der Wissenschaftsgeschichte als heiligmäßig gilt, müssen wir uns nicht wundern, wenn hieraus nun ein Wunderbericht wird.

Am 22. Februar 2013 kündete der Kölner Stadt-Anzeiger erstmals von den bevorstehenden wissenschaftlichen Weiterlesen

Annette Schavan hat in Potsdam den Abraham-Geiger-Preis bekommen, und Erbloggtes liest uns vor, was auf dem Preisschild steht. Gegen eine millionenschwere Förderung jüdischer Theologie kann doch niemand etwas haben. Auch der brandenburgische Landtag nicht. Und dass dadurch im Lande Brandenburg ganz nebenher auch der Weg für eine christliche Theologie an der Universität frei gemacht wird – ooops! das haben die „Theologin“ Schavan und ihre Freunderln sicher erst hinterher gemerkt. Na, dann kann Weihnachten ja kommen.

Erbloggtes

Erträgliches kann man es ja wohl nicht mehr nennen, was im Nachklapp der Schavan-Affäre so verbreitet wird. Von Abmahnungen über religiöse Vermächtnisse bis hin zu Auszeichnungen, und heute geht es um letztere. Denn Annette Schavan hat am 19. März 2013 den Abraham-Geiger-Preis des Abraham-Geiger-Kollegs Potsdam in Empfang genommen.

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Mobilmachung der Springteufelchen: Schavans Amtsverständnis in eigener Sache

springteufelchen1Der Rücktritt der Annette Schavan ist allenthalben mit Bekundungen des großen Respekts und Bedauerns quittiert worden. Es war wohl unausweichlich – aber war es auch richtig, dass diese unprätentiöse, verdienstvolle Ministerin auf(ge)geben (werden) musste? Die Kanzlerin und Schavan selbst gaben die Tonart vor: Mit ihrem Rücktritt, so erklärte Angela Merkel, stelle Schavan „jetzt in dieser Stunde ihr eigenes, persönliches Wohl hinter das Wohl des ganzen, hinter das Gemeinwohl. Diese Haltung macht Annette Schavan aus.“ [1] Das konnte die Ministerin bestätigen: Ihre Entscheidung zum Rücktritt resultiere „aus genau der Verantwortung, aus der heraus ich mich bemüht habe, mein Amt zu führen“, sagte sie. Die Überzeugung, von der sie Weiterlesen

Honnefelder: „Auf gute wissenschaftliche Praxis gut achten!“

„Entwarnung für Annette Schavan“ meldete vor einigen Tagen das Nachrichtenmagazin FOCUS. Denn es gibt ein neues Gutachten, das die Ministerin von den Plagiatsvorwürfen entlastet. Erstellt wurde es von Ludger Honnefelder, und zwar „auf eigene Initiative hin“, wie es im FOCUS heißt.

honni

Schön war’s damals im Cusanuswerk:
Annette und Ludger haben schon bessere Zeiten gesehen

Bei der WELT fand man diese Formulierung wohl zu merkwürdig. Das feine Sprachgefühl der WELT-Journalisten wies sie darauf hin, dass man eigentlich nichts auf eigene Initiative „hin“ tun kann. In der WELT steht deshalb unter Berufung auf den FOCUS, Honnefelder „habe im Auftrag Schavans eine Expertise erstellt“.

Aber mit Sprachgefühl allein kann man im Journalismus keinen Blumentopf gewinnen. Die Kollegen vom FOCUS sind Weiterlesen