Schlagwort-Archive: Ernst-Ludwig Winnacker

Wichtig ist im Labor: Die Moritat vom Textplagiat und seiner medizinischen Anwendung

Ursula von der Leyen im LaborErneut ist eine Ministerin unter Plagiatsverdacht und in Bedrängnis geraten, und wieder ist der frühere DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker hilfreich zur Stelle. Schon in der hitzigen Diskussion um die Doktorarbeit der Pädagogin, Philosophin und Theologin Annette Schavan hatte er erklärt, „was Plagiate wirklich sind“: Um „echte Plagiate“ handelte es sich, wenn „ein großer Teil des Textes abgeschrieben wurde.“ [1] Mit Ursula von der Leyen hat es diesmal eine Medizinerin getroffen, weshalb sich der Biochemiker Winnacker zu diesem Fall konkreter äußern kann:

Wichtig sei, dass der experimentelle Teil ihrer Arbeit richtig sei, so Winnacker. Er verwies auch darauf, dass es insbesondere in den Naturwissenschaften üblich sei, Textpassagen zu übernehmen, wenn der Sachverhalt auf anderem Wege nicht besser oder exakter ausgedrückt werden könne. [2]

Wer dem Plagiatsvorwurf entgehen will, Weiterlesen

#schavangate komplett: Das vollständige Dossier – Der Bericht der Uni Düsseldorf zum Download

27Unsere #schavangate-Reihe ist nun abgeschlossen. Auf einige Aspekte, die sich aus dem Dossier ergeben, werden wir demnächst noch einmal näher eingehen.

Dieser Beitrag bietet:
1.) alle #schavangate-Texte im Zusammenhang, denn so liest sich das doch noch mal etwas besser,
2.) den Zugang zum vollständigen „Abschlussbericht“ des Dekans an den Senat der Universität Düsseldorf mit allen Anlagen Weiterlesen

Nach Fall Schavan jetzt messerscharfe Folgerung: Her mit dem Promibonus!

justitia-olbertzNachdem die Causa Annette Schavan an der Universität zum Abschluss gekommen, der Doktorgrad entzogen und die Ministerin für Bildung und Forschung von ihrem Amt zurückgetreten ist, sollen nun weitreichende „Lehren“ aus dem Fall gezogen werden. Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz, und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Jürgen Mlynek, fordern die Einführung neuer Regeln im Umgang mit Plagiatsfällen. So recht durchdacht scheint es noch nicht, was sich die beiden getreuen Springteufelchen der ehemaligen Ministerin da haben einfallen lassen. Aber klar ist doch, wohin die Reise gehen soll: Entmachtung der Weiterlesen

Mobilmachung der Springteufelchen: Schavans Amtsverständnis in eigener Sache

springteufelchen1Der Rücktritt der Annette Schavan ist allenthalben mit Bekundungen des großen Respekts und Bedauerns quittiert worden. Es war wohl unausweichlich – aber war es auch richtig, dass diese unprätentiöse, verdienstvolle Ministerin auf(ge)geben (werden) musste? Die Kanzlerin und Schavan selbst gaben die Tonart vor: Mit ihrem Rücktritt, so erklärte Angela Merkel, stelle Schavan „jetzt in dieser Stunde ihr eigenes, persönliches Wohl hinter das Wohl des ganzen, hinter das Gemeinwohl. Diese Haltung macht Annette Schavan aus.“ [1] Das konnte die Ministerin bestätigen: Ihre Entscheidung zum Rücktritt resultiere „aus genau der Verantwortung, aus der heraus ich mich bemüht habe, mein Amt zu führen“, sagte sie. Die Überzeugung, von der sie Weiterlesen

Die Wissenschaft selbst

schnierl
Als braver Abonnent der Süddeutschen Zeitung hat man neuerdings einiges auszuhalten. Ganz arg war’s zum Beispiel am 14. Juni 2012. „Plagiate in der Wissenschaft: Unwürdiges Spektakel“ lautet der Titel des Gastbeitrags, und damit hätte man ja sofort einverstanden sein können. Leutl’n, seid’s halt g’scheit und schreibt’s ned ab, des is doch a Schand‘ – doch nein, so ist es wohl nicht gemeint. Weiterlesen