Archiv des Autors: A. M. Schnierl

Schavan zum Abschied

In Berlin haben alle möglichen Länder eine Botschaft. Gewiss nicht die kleinste und bescheidenste ist die Vertretung des Landes Baden-Württemberg, von dem man eigentlich gedacht hat, dass es irgendwie doch Teil dieser Republik ist. Aber das ist nicht so, weshalb dieses Baden-Württemberg in Berlin einen gewaltigen und mächtig modernen Bau voller Beton, Glas und mit ganz viel schönem Holz als Botschaft braucht, damit man es in Berlin auch gehörig ernst nimmt. Ernster Weiterlesen

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Causa Schavan: „Ich trete zurück“

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Ich weigere mich, hier weiter irgendwelche satirischen Trockenübungen zu veranstalten. Die Realität spielt einfach nicht fair. So kann man nicht arbeiten. Ich trage mich schon länger mit dem Gedanken, aufzugeben. Was soll Satire, wenn sie permanent von der Wirklichkeit in den Schatten gestellt wird? Seit vielen Wochen habe ich hier nichts mehr veröffentlicht, immer noch mal einen neuen Anlauf genommen, aber jetzt ist endgültig Schluss.

Schon der juristische Corvettenkapitän Rüdiger Wolfrum war eine Zumutung. Weiterlesen

„Wir, ein Autor dieser Zeilen“

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Am 17. Oktober 2012, nur zwei Tage nach den ersten Berichten über das Düsseldorfer Gutachten,  erschien in der ZEIT online ein Gegengutachten, als dessen Verfasser der Berliner Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth gemeinsam mit seinem (gleichfalls emeritierten) Zürcher Fachkollegen Helmut Fend zeichnet.

Die rasche Reaktion der beiden Wissenschaftler mag zunächst verblüffen. Wir wollen hier nicht darüber spekulieren, Weiterlesen

Einmal Glosse krass, bitte!

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Oktober 2012 in Sachen Annette Schavan – das ist Qualitätsjournalismus pur. Dafür steht Heike Schmoll. Und niemand sonst. Sie eröffnet auf den Seiten 1 und 2 mit einem großen Leitartikel und betont dann auf der Seite 3 in einem weiteren Beitrag eher das Menschliche. Heftig engagiert ist sie in dieser Angelegenheit, und mächtig in Fahrt, und man kommt ihr jetzt besser nicht in die Quere, wie sie da tobt und wütet Weiterlesen

Die eigenen Teile der Verfasserin

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Gut zwanzig Minuten Aufnahmezeit verwandte das freundliche Team vom NDR auf ein Interview mit dem Berliner Erziehungswissenschaftler Dietrich Benner. Gesendet wurden dann, am 17. Oktober 2012 im “Medienmagazin” ZAPP, nur wenige Sekunden. Wer mag, kann dieses Interview dennoch in Bild und O-Ton in voller Länge miterleben. Ansonsten tut es ja vielleicht auch eine kommentierte Kurzfassung.

Bevor wir damit loslegen, noch kurz zum Verständnis: Weiterlesen

Heikle Frage

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Der journalistische Schaffensdrang, von dem Heike Schmoll am Wochenende des 13./14. Oktober 2012 jählings befallen worden zu sein scheint und von dessen Früchten die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. Oktober so reiche Zeugenschaft ablegt, ist wahrlich staunenswert. Einem aufmerksamen Beobachter mag sich dieser Weiterlesen

Nur Sekundäres aus dem Tertiär

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Eigentlich wollte ich diesen Beitrag „Heike schmollt“ nennen. Aber das wäre unter Niveau gewesen, und gestimmt hätte es auch nicht: Denn Heike schmollt ja nicht, sondern sie tobt und wütet und läuft völlig aus dem Ruder und beißt beiseite, was ihr im Wege steht und sich etwa auch äußern wollte zur Causa Schavan. Und wenn man im Büro in ihrer Reichweite sitzt und zum Beispiel Jürgen Kaube heißt, Weiterlesen