Hütchenspiele, Teil 3: Sturm und Drang in Bratislava

Peter Linnert (hinten)Und so schreitet man zur Gründung einer Aktiengesellschaft, die auf den Namen „Unicenter International“ hört und am 19. März 2009 zu Bratislava ins Handelsregister eingetragen wird. Als Vorstandsmitglieder werden der frühere slowakische Ministerpräsident, Jozef Moravčík, und der frühere slowakische Botschafter in Österreich, Jozef Klimko, notiert. Wer Großes plant, sollte mit Großen planen. Neben diesen Großen fungiert als drittes Vorstandsmitglied ein leitender Beamter der Abteilung für internationale Kooperation in der Bezirksregierung der Autonomen Region Trnava. Denn auch auf regionaler Ebene hat Unicenter International große Pläne.

Im Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft sitzt Konsul Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Dr. habil. Dr. h.c. mult. Peter Linnert. Vorstandsmitglied Klimko ist ein bewährter Linnert-Partner: Bis vor kurzem war er Rektor der privaten Rechtshochschule Bratislava (inzwischen „Paneuropäische Hochschule“), von der die Kundschaft der Sales Manager Akademie des Dr. Linnert ihre Doktorhüte aufgesetzt bekommt. Die slowakische und die österreichische Presse weiß von solchen Verbindungen nichts.

Erster Anlauf

Im ersten Anlauf scheitert man mit seinen Plänen zur Einrichtung einer Hochschule bereits an der slowakischen Akkreditierungskommission: Das Unicenter International mit drei geplanten Fakultäten hat keine gesicherte Finanzierung und keinen eigenen Lehrkörper, der die großzügig skizzierten Studienprogramme tatsächlich umsetzen könnte.

Zweiter Anlauf

Im zweiten Anlauf will man sich zunächst auf ein Internationales College für  Management beschränken, das im Heilbad Piešťany in der Autonomen Region Trnava entstehen und auf den Bereich der Tourismuswirtschaft ausgerichtet sein soll. Mit der Bezirksregierung hat man schon entsprechende Vereinbarungen getroffen, und nicht nur die Akkreditierungskommission, sondern auch das slowakische Bildungsministerium unterstützt diese Pläne. [1] Doch im Oktober 2010 lehnt das Kabinett ab: Es gibt schon mehr als genug solcher Einrichtungen.

Dritter Anlauf

Nun muss neu gedacht werden. Größer. Nicht Österreich, sondern Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Slowakei. Mehr als 400 deutsche Unternehmen mit annähernd 90.000 Arbeitsplätzen haben sich hier angesiedelt, und der Bedarf an gut ausgebildetem, deutschsprachigem Personal ist groß. Eine Hochschule, die ihren Unterricht in deutscher Sprache abhält, kann diesem Bedarf Rechnung tragen. Dr. Peter Linnert hat die deutschen Firmen in der Slowakei auf seiner Seite, und dann gewinnt er auch Deutschland in der Slowakei für seine Pläne: Irgendwann im Lauf des Jahres 2011 wird Botschafter Dr. Axel Hartmann zum glühenden Verfechter der Gründung einer deutschsprachigen Hochschule in Bratislava.

Im Juli 2011 wird im Handelsregister eine Korrektur vorgenommen, die der grundsätzlichen Bedeutung des Vorhabens in seiner mitteleuropäisch-abendländischen Dimension entspricht: Die Aktiengesellschaft Unicenter International heißt nun „Goethe Uni Bratislava“.

Der deutsche Botschafter Axel Hartmann informiert gemeinsam mit Peter Linnert (Sales Manager Akademie, Wien) und Professor Juraj Stern über Pläne zur Gründung einer deutschsprachigen Hochschule in der Slowakei (2011)Am 4. Oktober 2011, am Rande eines festlichen Empfangs zum Tag der deutschen Einheit, lädt Botschafter Hartmann zur Pressekonferenz. Er präsentiert sich als der Schirmherr dieser Universität in Gründung. Flankiert wird er durch Dr. Linnert und Professor Juraj Stern, einen Wissenschaftler von untadeligem Ruf und zweifelsfreier Integrität, der als Gründungsrektor der Goethe Uni ausersehen ist. Drei Fakultäten werden in Bratislava und in Piešťany entstehen, mit neuen Plänen und ganz anderem Team als beim ersten Versuch. Die hohe Qualität des Unterrichts wird durch namhafte Professoren aus dem Ausland gewährleistet. Die Goethe Uni Bratislava wird mit ihrer Namensschwester, der Goethe-Universität Frankfurt, eng verbunden sein und auch mit der Bauhaus-Universität Weimar zusammenarbeiten. Noch im Oktober will man einen Antrag auf Genehmigung der Hochschule einreichen. Auch ein Siegel der „Johann Wolfgang von Goethe Universität“ (Pressburg) existiert schon.

Die slowakische Regierung ist jedoch neuerdings eher zurückhaltend, wenn es um die Gründung neuer Hochschulen geht: Der Ruf des höheren Bildungssektors der Slowakei sei bereits ausreichend ramponiert. Auch ist die Vorgeschichte des Unicenter International durchaus bekannt. Doch die Pressekonferenz in der Residenz des deutschen Botschafters verfehlt nicht ihre Wirkung, und in den kommenden Monaten wird Botschafter Hartmann noch viele Gespräche führen können.

Vom Nutzen der Außenpolitik

Im Dezember 2011 werden dem slowakischen Bildungsminister Eugen Jurzyca die Akkreditierungsunterlagen der Goethe Uni überreicht. Es ist der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, der sie ihm übergibt. Der Minister äußert, die geplante Hochschule sei eine „Bereicherung für die Slowakei“. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland unterrichtet die Medien über diese Äußerung des Ministers. [2]

Dušan ČaplovičEnde März 2012 spricht sich die Akkreditierungskommission einstimmig für die Genehmigung aus. Dann droht noch einmal ernste Gefahr: Ausgerechnet jetzt kommt es zu einem Regierungswechsel. Der neue Bildungsminister, Dušan Čaplovič, erklärt bei seinem Amtsantritt im April die Einrichtung weiterer privater Hochschulen rundheraus für ausgeschlossen. Doch unermüdlich wirkt Botschafter Hartmann für die gute Sache.

Im Sommer tritt die gute Sache in ihre entscheidende Phase. Am 13. Juni führt Botschafter Hartmann ein Gespräch mit Außenminister Miroslav Lajčák. Der Außenminister begrüßt das Projekt einer ersten deutschsprachigen Hochschule in der Slowakei, das der „weiteren Vertiefung der deutsch-slowakischen Beziehungen“ dient und „zur Stärkung der Beliebtheit und Nachfrage von Deutsch im Lande beitragen“ wird. Die umgehende Verbreitung dieser ministeriellen Ansichten übernimmt die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. [3]

Bereits einen Tag später, am 14. Juni 2012, kann die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland die Öffentlichkeit über eine erfreuliche „Ankündigung“ des Bildungsministers Čaplovič informieren. Der Öffentlichkeit wäre der Sinneswandel des in dieser Sache eher wortkargen Ministers sonst womöglich ganz entgangen. Botschafter Hartmann übernimmt es, an seiner Stelle zu sprechen:

„Die Gründung der ersten deutschsprachigen Hochschule ist nicht nur von hoher Bedeutung für den Bildungsstandort Slowakei sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der engen Beziehungen zwischen unseren Ländern. […] Ein hochqualitatives Studienangebot in deutscher Sprache gepaart mit der internationalen Ausrichtung der Hochschule ist auch für Studenten aus den angrenzenden Ländern der Region Mittel- und Osteuropa hochattraktiv“ so der deutsche Botschafter weiter. [4]

Und am 29. Juni unterrichtet Botschafter Hartmann auf einer Pressekonferenz in Piešťany die Öffentlichkeit eingehend über die Tatsache der bevorstehenden Hochschulgründung. [5]

Dušan ČaplovičAuch für die slowakische Regierung ist diese Hochschulgründung nunmehr eine Tatsache. Am 18. Juli 2012 gibt das Kabinett der Goethe Uni Bratislava grünes Licht: Ausnahmsweise. In slowakischen Medienberichten heißt es, die Finanzierung sei vollständig aus deutschen Quellen gesichert. Auch vom besonderen Nachdruck ist die Rede, mit dem das Projekt „von der deutschen Seite“ verfolgt worden sei. Bildungsminister Čaplovič wird später erklären, dass er seine Zustimmung nur wegen der engen Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt gegeben hat, die international einen hervorragenden Ruf besitzt.

Meilenstein mit Entfernungsangabe

Der deutsche Botschafter Axel Hartmann informiert gemeinsam mit Peter Bendixen und Wolfgang A. Wiesner (Sales Manager Akademie Wien) über die Gründung der Goethe Uni Bratislava (2012)Wieder lädt Botschafter Hartmann zur Pressekonferenz. An seiner Seite: Univ.-Prof. Peter Bendixen und der fabelhafte Univ.-Prof. DDr. MMag. Wolfgang A. Wiesner PhD. von der Sales Manager Akademie des Dr. Peter Linnert. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland erklärt, dass mit der Gründung der Goethe Uni „ein weiterer Meilenstein in den deutsch-slowakischen Kulturbeziehungen“ gelegt ist, und Bendixen und Wiesner betonen „den besonderen Stellenwert, den die Forschung zukünftig einnehmen werde.“ [6]

Die Goethe Uni Bratislava nimmt nun umgehend ihren Betrieb auf. Man bezieht etwas unansehnliche Räumlichkeiten in der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava und eine hübsch renovierte Villa in Piešťany. 117 Studenten schreiben sich im ersten Studienjahr ein. Die Studiengebühren belaufen sich auf 1.100 Euro im Semester. Auf die Homepage setzt man als Ausdruck der engen Verbundenheit einen Link zu „100 Jahre Goethe Uni“ und einen weiteren auf die „Goethe Uni Frankfurt“. Ansonsten ist an der Goethe Uni Bratislava von Frankfurt nie mehr die Rede. Auch von der Bauhaus-Universität Weimar wird nie wieder die Rede sein.

Vorstand und Aufsicht

Seit November 2012 ist Dr. Peter Linnert Vorstandsvorsitzender der Goethe Uni AG. Ferner im Vorstand der Aktiengesellschaft: Sohn Dr. Michael Linnert, zugleich Geschäftsführer der Slovakian Manager Academy in Bratislava sowie des Studienzentrums Hohe Warte in Wien, das wiederum nicht viel anderes ist als ein kommodes Türschild für die Sales Manager Akademie des Vaters. Und schließlich im Vorstand der Goethe Uni AG: Herr JUDr. Jaromír Trunda, Eigentümer der übel beleumundeten Karel-Engliš-Hochschule in Brünn, mit der die SMA des Dr. Michael Linnert (Bratislava), die SMA des Dr. Peter Linnert (Wien) und die Goethe Uni Bratislava eifrig kooperieren.

Der Aufsichtsrat, der diesen Vorstand zu beraten und zu kontrollieren hat, ist seit dem Herbst 2012 fast vollständig mit alten Linnert-Weggefährten bestückt. Hier finden wir den Diplomkaufmann Ekkehard Zahn, Linnerts Partner schon seit Hamburger Zeiten, neben Professor Eberhard Garbe aus Merseburg und Dr. Adolf Muhr, einem Veteranen der Sales Manager Akademie, mit dem gemeinsam Linnert einst schon an der Wirtschaftsuniversität Wien seine Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte abhielt. Eine jüngere Weggefährtin ist die Wiener Geschäftsfrau Gerlinde Ondrej, wie Zahn, Garbe und Muhr der SMA-Fraktion zugehörig. Mit Barbora Novotná Březovská von der Karel-Engliš-Hochschule des Jaromír Trunda ist die Aufsicht über den Vorstand der Goethe Uni AG (Dr. Linnert sen., Dr. Linnert jun., JUDr. Trunda) komplett.

Ermäßigt international

Es zeigt sich bald, dass es mit der vollständig gesicherten Finanzierung aus deutschen Quellen nicht viel besser steht als mit der Verbindung zur Goethe-Universität Frankfurt. Dr. Peter Linnert, der sich eher in der Rolle des Finanzakkumulators sehen wollte, ist nicht nur Haupt-, sondern Fast-Allein-Investor. Einmal mehr hat sich der Clausewitz der Betriebswirtschaft vergaloppiert: Weder aus den deutschen Wirtschaftsbetrieben in der Slowakei noch gar von der öffentlichen Hand erfährt die Goethe Uni wesentliche Förderung. Auch EU-Mittel fließen nicht, und aus den Studiengebühren ist der Betrieb ohnehin keinesfalls zu bestreiten. Im Jahr 2013 macht die Goethe Uni einen Verlust von 1,1 Mio. Euro. Ihr Eigenkapital bewegt sich längst schon im negativen Bereich, wo es sich dynamisch entwickelt.

Goethe Uni BratislavaUm mehr Studenten zu gewinnen, will man zunächst auf die Semestergebühren für das Studienjahr 2013/2014 bei frühzeitiger Zahlung einen Rabatt von 20% gewähren. Dieses Angebot findet nicht die erhoffte Resonanz. Nun werden die Gebühren mitten im laufenden Studienjahr praktisch halbiert – für Spätzahler. Auch das zeigt wenig Wirkung. Daraufhin versucht man es wieder mit den regulären 1.100 Euro pro Semester im Bachelor- und 1.300 Euro im Masterprogramm, doch jetzt sollen ausländische Studenten die doppelte Gebühr entrichten. [7]

Die Vielfältigkeit der Goethe Uni Bratislava zeichnet sich unter anderem durch die Internationalität ihrer Studierenden aus

heißt es auf der Homepage dieser Hochschule. [8]

Akademische Angelegenheiten

Inzwischen erweckt die Werbung der Slovakian Manager Academy (Dr. Michael Linnert) den Eindruck, dass die Kundschaft des Studienzentrums Hohe Warte (Dr. Peter Linnert/Dr. Michael Linnert) an der Goethe Uni (Dr. Peter Linnert) das Doktorat erlangen kann. Tatsächlich strebt man dort die Akkreditierung eines PhD-Programms an, doch dazu wird es nicht mehr kommen. Die Kundschaft des Studienzentrums Hohe Warte muss das nicht stören, sie bekommt Doktorgrade aller Preisklassen weiterhin von der Paneuropäischen Hochschule zu Bratislava oder der European University zu Belgrad. Der Goethe Uni fehlt es allerdings an einer überzeugenden Aufgabe, und vor allem fehlt es ihr an einer überzeugenden Ertragslage. Sie gleicht immer mehr den Vereinigten Kabel- und Zünderwerken mit angeschlossenem Möbelgeschäft.

Studium an der Goethe Uni BratislavaDie Zahl der Studenten ist zu gering, und es sind die falschen Studenten. Anfangs ist es noch ein Zeichen der Internationalität, dass ein Großteil der Kundschaft aus dem Nachbarstaat Tschechien kommt, doch bald ist es ein Problem. Aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt niemand, um an dieser Goethe Uni zu studieren. Und auch die namhaften Professoren aus dem Ausland, die für die hohe Qualität des Unterrichts bürgen, bleiben lieber in ihrem Ausland, wo sie ohnehin Vollzeitstellen innehaben. In Bratislava und Piešťany unterrichten inländische Mitarbeiter. Der Unterricht wird an dieser ersten deutschsprachigen Hochschule der Slowakei gerne auch in der Landessprache abgehalten.

 Im Züge der Globalisierung ist wichtig, wenn Studenten in mehreren Sprachen Ihre akademische Ausbildung erhalten

heißt es auf der Homepage der Hochschule. [8]

Clausewitz schlägt eine Schlacht

Im Sommer 2013 kommt es zum Eklat. Das ordnungsgemäße Ausschreibungsverfahren zur Besetzung der pädagogischen Stellen an der Goethe Uni wird unterlaufen: Ohne Kenntnis des Rektors haben bereits „einige Vorstellungsgespräche“ stattgefunden, „auf Basis einer kurzfristigen Auswahl“. Das Rektorat ist erbost. Dr. Peter Linnert ist seinerseits erbost und stellt den Mitarbeitern des Rektorats die Kündigung in Aussicht. Als Hauptkontrolleur der Goethe Uni tritt nun der Vermögensverwalter Heinrich Dick in Erscheinung, Inhaber eines Doktorgrades der Paneuropäischen Hochschule (Doktorvater: Peter Linnert) und demnächst auch Inhaber einer Honorarprofessur der European University in Belgrad. Er hat „schwerwiegende Mängel in der Tätigkeit“ festgestellt. Dr. Peter Linnert findet die Tätigkeit ebenfalls schwer mangelhaft und kündigt sämtlichen Mitarbeitern des Rektorats und einem Großteil der Mitarbeiter der drei Fakultäten. Daraufhin erklärt Rektor Juraj Stern zum 6. September 2013 seinen Rücktritt. [9]

Am 15. Oktober 2013 wird Dr. Peter Linnert als Beauftragter Rektor der Goethe Uni bestellt. Zwei Wochen später wird der Akademische Senat durch den Vorstandsvorsitzenden der Goethe Uni AG, Dr. Peter Linnert, darüber informiert, dass es der „Verwaltungsrat“ der Hochschule unter seinem Vorsitzenden Dr. Peter Linnert gewesen ist, der die Bestellung des Dr. Peter Linnert als Beauftragter Rektor vorgenommen hat. Die Statuten der Hochschule kennen keinen solchen Verwaltungsrat. Der Akademische Senat ist nicht beschlussfähig. Eine Aussprache wird nicht gewünscht. Alles wird gut.

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5 Antworten zu “Hütchenspiele, Teil 3: Sturm und Drang in Bratislava

  1. Der erwähnte „Hauptprüfer“ der Goethe-Uni Heinrich Dick preist sich auf der Website seiner „Dr. Heinrich Dick Business Consulting“ u.a. als Ghostwriter an: „Wirtschaftswissenschaftliche Texte verfasse ich auf höchstem Niveau.“ Und gegen Bezahlung geht alles: „Personen jeder Ausbildungsstufe (!) begleite ich auf dem Weg zum Bachelor, MBA, PhD (Doktorat).“

  2. [Auch dieser Kommentator wünscht nichts sehnlicher als Clear Names. Er ist sich in diesem heißen Wunsch völlig einig mit dem Kommentator „Gulic“ und sicher auch mit der „Donau-Universität Krems“, die sich gleichfalls bei uns gemeldet hat. „Solan“, „Gulic“ und die „DUK“ sind sich überhaupt in allem total einig. Für alle anderen hier noch einmal der Hinweis: Bei Sockenpuppenspielen IP verschleiern! Simone G.]

    Es scheint wohl eher so gewesen zu sein, dass Dr. D[ick] zur betriebswirtschaftlichen Prüfungen der Vorgänge an der Goethe Uni herangezogen wurde. Ein Mandat in Sachen wissenschaftlicher Qualität habe nicht vorgelegen und sei auch von ihm nicht reklamiert worden, so zu hören. Im Ergebnis der Prüfungen solle sich gezeigt haben, dass die Uni mit deutlich über 20 Personen in der Verwaltung, nebst Rektor und Pro-Rektoren sowie Dekanen unterwegs war. Die wenigen Studierenden hätten damit eine irrwitzige Intensivstbetreuung genossen 🙂

    Verantwortlich für diesen Wasserkopf war seinerzeit das Rektorat, bzw. der Rektor. Kein halbwegs vernünftig denkender Mensch würde ein solches Gebilde hinnehmen, geschweige denn finanzieren. Die Autoren des Blogs zitieren da lieber den ehemaligen Rektor und dessen Weltsicht. Nun, die ist ja immerhin Linnert-kritisch.

    Und schließlich, wer, wenn nicht der damalige Rektor verantwortete den Einsatz der Lehrenden und damit auch die Tatsache, dass Deutsch als Vorlesungssprache eher Seltenheitswert hatte? So zumindest in der Berichterstattung zum Vorfall zu lesen.

    Der Rücktritt des Rektors hätte aus diesem Blickwinkel sicherlich eine präzisere Betrachtung verdient, als dies hier im Blog geschieht. Von außen betrachtet, zeigt sich das Uni-Gebilde letztlich als closed-job der lokalen Akteure.

    Geschichte.

    • Naja, immerhin scheinen wir uns nach dem Vorgeplänkel mit „Gulic“ und der „DUK“ jetzt ja dem Kern der Sache und der speziellen Interessenlage zu nähern.

      Es scheint wohl eher so gewesen zu sein, dass wir die Aufgabe des Herrn Dick als Hauptkontrolleur natürlich nicht in der Überprüfung der wissenschaftlichen Qualität gesehen und deshalb auch gar nicht so beschrieben haben. Wahr ist, dass Rektor Stern in seiner Mitverantwortung eher ein wenig zu wenig in Erscheinung tritt, was auch daran liegen kann, dass er damals an der Goethe Uni eher ein wenig zu wenig in Erscheinung trat. Das war uns schon bewusst, und weil wir ihn und seine Weltsicht bislang tatsächlich noch gar nicht zitiert haben, wollten wir uns ein Stern-Zitat für ein weiteres Kapitel aufheben, und das wirft dann in dieser Hinsicht doch ein paar Fragen auf.

      Jetzt kommen wir aber zum entscheidenden Punkt: Das Desaster der Goethe Uni soll, so will es „Solan“, als „closed-job der lokalen Akteure“ erscheinen und „Geschichte“ sein. Also ganz in slowakischer Verantwortung, und keiner weiteren Betrachtung wert.

      „Linnert-kritisch“ ist dagegen einzuwenden, dass die Verflechtung mit und die Steuerung aus der SMA und dem Studienzentrum Hohe Warte in Wien gar nicht deutlich genug gemacht werden kann. Wobei wir die letzte Phase, in der neben- und nacheinander Dr. Linnert sen. und Dr. Linnert jun. im Rektorat saßen, ja noch gar nicht beschrieben haben. „Solan“, „Gulic“ und der „Donau-Universität Krems“ versprechen wir gerne: Das kommt noch. Allerdings sehen auch wir das Goethe Uni-Debakel nicht als alleinige Linnert-Missetat, sondern als kongeniale Gemeinschaftsleistung Vieler. Doch ist Dr. Linnert sen. noch immer die zentrale Figur, und sicher auch die interessanteste.

      Jedenfalls nördlich vom Balkan. Wenn auch nicht sehr weit nördlich.

    • Eine Hochschule mit 3 Fakultäten an 2 Standorten, die international Studierende anziehen will, leistet sich eine Verwaltung mit mehr als 20 Stellen. Damit der Wasserkopf noch größer scheint, wirft „Solan“ auch noch Rektor, Pro-Rektoren und Dekane mit den Verwaltungsstellen in einen Topf. Am drolligsten ist aber, dass erst durch eine Überprüfung durch Hauptkontrolleur Dick herausgekommen sein soll, dass es in der Verwaltung alle diese Stellen gab. Der komplette Aufsichtsrat und die ganzen Wiener Dozenten, die da jahrelang rumgelaufen sind, haben also vorher von diesen Verwaltungsstellen nichts gewusst? Das glaube wer will.

  3. Pingback: Hütchenspiele | Erbloggtes

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