Aktuelle Welle

Heute morgen fing es schon heftig an zu twittern, und jetzt ist es raus: Der Gutachter der Düsseldorfer Universität scheint die Vorwürfe von schavanplag in vollem Umfang bestätigt zu haben. Das Gutachten wurde offenbar an den SPIEGEL geleakt. Verfasst hat es der Prodekan der Fakultät, Professor Stefan Rohrbacher, der auch den Promotionsausschuss leitet. Es dürfte sich also um ein Votum mit Gewicht handeln, und weniger um eine abseitige Einzelmeinung. In seinem 75 Seiten langen Papier kommt Rohrbacher zu dem Schluss, dass sich „das charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“ ergibt. Sogar eine „leitende Täuschungsabsicht“ stellt er fest.

Das will erst mal verdaut sein. Monatelang Stille und allenfalls Pseudoinformationen aus Düsseldorf, und dann sowas!

Zwei Fragen drängen sich auf:

  1. Woher haben die Journalisten das Gutachten. Was bedeutet die Veröffentlichung für das Verfahren an der Universität?
  2. Rohrbacher beanstandet Textstellen auf 60 der 351 Seiten, also deutlich weniger als schavanplag. Hat er schavanplag abgearbeitet oder tatsächlich selbst untersucht?

Bei mir stellt sich gerade ein Gefühl der Überforderung ein. Und dann finde ich auch noch irgendwo ausgerechnet das hier:

Eisbergzitat macht die große Welle
Eisbergzitat macht die große Welle

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