Für theologische Wissenschaft wird man das Sammelsurium an kirchen- und parteipolitischen Denk- und Programmschriften, Traktaten zur Erbauung und Besinnung sowie persönlichen Glaubensbezeugungen aus der Feder von Annette Schavan am ehesten dann halten können, wenn man sich danach richtet, was etwa der Don Bosco Verlag als “Wissenschaftliche Theologie” unter die Leute bringt. Als es 2008 darum ging, der Ministerin zur Honorarprofessur zu verhelfen, waren jedoch nicht alle Mitglieder des Akademischen Senats der FU Berlin sogleich bereit, ihrem Präsidenten Dieter Lenzen hierin zu folgen. Weiterlesen
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Anfang Mai 2012 informierte der Anonymus “Robert Schmidt” die Medien über seine Plagiatsdokumentation
Man kann’s für eine Petitesse halten, und unmittelbar aktuelle Bedeutung hat unser Zufallsfundstückchen heute auch schon längst nicht mehr. Man kann es aber auch bezeichnend finden für allerlei Zustände über den aktuellen Zusammenhang hinaus. Wobei sich nebenher der Eindruck einstellt, dass es nicht zuletzt Journalisten sein könnten, die an solchen Zuständen leiden und deswegen Zustände kriegen.
Nachdem die Causa Annette Schavan an der Universität zum Abschluss gekommen, der Doktorgrad entzogen und die Ministerin für Bildung und Forschung von ihrem Amt zurückgetreten ist, sollen nun weitreichende “Lehren” aus dem Fall gezogen werden. Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität,
Bislang war der Schavan-Skandal eine Angelegenheit, über die fast nur in Deutschland debattiert wurde. Der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, Heimo Reinitzer, hat sich an dieser deutschen Debatte mit einem ganz besonders denkwürdigen Beitrag beteiligt [